Wie schon im letzten Jahr sind wir auch in diesem Jahr wieder auf der Buchmesse vertreten. Zusammen mit der "Respekt! - Kein Platz für Rassismus" Initiative bieten wir ein tolles Programm und stellen unsere Arbeit vor. Mehr Informationen gibt´s hier....


Rote Karte für Rechtsaussen

Rote KarteAls in 2008 ein junges Ehepaar eine Hofreite in Echzell kaufte, freuten sich viele Anwohner auf die neuen Nachbarn. Schon bald wurde aber klar, dass diese vordergründig freundlichen Leute einen rechtsextremen Hintergrund hatten. Partys unterm Hakenkreuz standen auf der Tagesordnung. In einem Raum, der mit Duschköpfen an der Decke und Waffen ausgeschmückt war. Als Höhepunkt wurde zu einschlägiger Musik mit gewaltverherrlichenden Texten, Nebel aus den Duschköpfen verströmt. Mit „kostenfreien” Angeboten, Spaß und sozialem Anschluss wurden Jugendliche aus den umliegenden Gemeinden in die Hofreite „gelockt“. Das Rattenfängertum wollten die Echzeller Bürger nicht länger hinnehmen und gründeten eine Bürgerinitiative. Schnell wurde aber klar, dass sich die Problematik nicht auf einen Ort beschränken lässt und die umliegenden Gemeinden mit in die Arbeit einbezogen werden mussten, um erfolgreich zu sein. 2010 gründete sich der Verein „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ im engen Schulterschluss mit anderen Vereinen, Schulen, Kirchengemeinden, Parteien und Gemeindevorständen.

Unsere Ziele

  • Aufklären: Wissen, was passiert! Rechtsextremismus erkennen und Gefahren verstehen.
  • Hinschauen: Schaffung einer breiten Öffentlichkeit. Gemeinsam überlegen – gemeinsam handeln.
  • Werte schaffen: Öffentliche Standpunkte für Demokratie undToleranz sind die stärkste Waffe gegen eine menschenverachtende Ideologie und schaffen Orientierungspunkte für Heranwachsende.
  • Stoppen: Rechtsextreme Aktivitäten in der Wetterau verhindern. Rechtes Rattenfängertum beenden!

Die GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN setzt sich u.a. ein für:

  • Sensibilisierung für die komplexe Problematik des Rechtsextremismus: Aufklärung über Ursachen und Arbeitsweisen von Neofaschisten.
  • Prävention (vor allem bei Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen) 
  • Stärkung eines öffentlichen Bekennens und Einsatzes für Demokratie, Solidarität und Toleranz
  • Entwicklung von Formen sinnvollen Widerstandes gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit
  • Dokumentation von Vorgehens- und Wirkungsweisen und des Ausmaßes rechtsextremistischer Rhetorik, Agitation und Gewalt.

Kinder und Jugendliche schützen!

Die Strategie Rechtsradikaler ist wohlüberlegt und perfide, indem sie Jugendliche dort abholen, wo Defizite bestehen. Gemeinschaft, Erlebnis, Identifikation und so etwas wie Geborgenheit. Rechtsradikale Gruppen gebärden sich als tolle Kumpels und setzen mit wohlüberlegten Methoden eine schleichende Gehirnwäsche in Gang. Wichtige Einstiegsdrogen sind Musik und Alkohol. Ziel ist es, rechtes verfassungsfeindliches Gedankengut in die Köpfe Orientierung suchender Jugendlicher einzupflanzen.

Unsere Arbeit

Die öffentliche Arbeit ist wichtig! Die Grätsche entwickelt dabei sinnvolle, gewaltfreie Formen des Widerstandes und führt jedes Jahr zahlreiche Aktionen durch, um aufzuklären und die Ausbreitung des rechten Gedankengutes einzudämmen. Werkzeuge hierfür sind neben einer intensiven Pressearbeit Veranstaltungen mit verchiedenen Schwerpunkten. So organisiert der Verein Bildungsfahrten, Lesungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Informationsveranstaltung mit Experten, Ausstellungen, aber auch Großveranstaltungen, die Aufklärungsarbeit und Spaß miteinander verbinden. Dabei ist der Verein eng mit verschiedenen Kommunen, Behörden und anderen Organisationen vernetzt, die sich für die gleichen Ziele engagieren.

 

 

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Grätsche erhält Spende der Klasse 8Gb der Gesamtschule Konradsdorf

Am 15.07.2014 erreichte uns der Brief mit der Spende der Klasse 8Gb der Gesamtschule Konradsdorf. Ein tolles und vorbildliches Engagement der Schüler, die anlässlich der Projekttage gegen Rassismus und Rechtsradikalismus...

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„Grätsche gegen Rechtsaussen“ erhält Ehrenamtspreis der SPD-Wetterau 2013

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Gemeinderesolution Juni 2010

Gemeinde Echzell

- Der Gemeindevorstand -

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Haben wir aus der Geschichte gelernt?

Leserbrief zu: 58-Jähriger von Rechtsextremen angegriffen, Wetterauer Zeitung vom 8. Juli 2010 

Martin Niemöller, ev. Geistlicher und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, sagte im Rückblick auf die...

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